Die "Geschmacksexplosion" erreicht Deutschland:

Die trendige indische Küche rund um den Tandoor-Ofen

Als einfach, robust, vielseitig und etwas eigenwillig wird er beschrieben, der traditionelle indische Holzkohleofen "Tandur", englisch auch als Tandoor bekannt. Tandoori  die Speisen also, die im Tandoor gegart werden - avancieren zum neuen Trendsetter in der internationalen Gastronomie. Denn "Bolly® ", die spannende indische Küche, ist ohne die traditionelle Gerätschaft kaum denkbar. Helmut Haase, Funfood-Experte und intimer Kenner der indischen Küche: "Für deutsche Gaumen stellt Tandoori eine bislang ungekannte Geschmacksexplosion dar."

Der Tandoor ähnelt irgendwie einem Fass ohne Deckel, in dem das Essen über Holzkohle gehängt wird. In seiner einfachsten Form ist der Tandoor ein großes zylindrisches Gefäß, gefertigt aus einer Mischung von Ton und zerkleinerten Kokosnussfasern. Beim traditionellen Tandoor wurde die Innenwandung zur Härtung mit einer Paste aus Senföl, indischem Vollrohrzucker (Jaggery), Joghurt und gemahlenem Spinat eingerieben.

Ursprünglich diente der Tandoor lediglich zum Brotbacken. Dazu wurde der entsprechende Fladenteig an die Innenwandung geklebt (geschlagen) und bei entsprechender Glut sehr schnell gebacken. Als Heimat des Tandoors gilt die indische Provinz Punjab. Über den Ursprung des Wortes "Tandur" streiten sich die Experten. So soll sich aus der Verbindung des babylonischen Wortes "tinuru" mit der semitischen Bezeichnung "nar" für Feuer in der Region das Wort "tannur" herausgebildet haben. Durch Funde erwiesen ist immerhin, dass der Tandoor schon um 3000 v. Chr. auf dem indischen Subkontinent Verwendung fand. Durch Handel verbreitete sich das geniale Kochgerät bald auch über Pakistan und Afghanistan bis in den arabischen Raum. Schließlich nahmen die englischen Kolonialherrscher den Tandoor im 19. Jahrhundert mit nach Europa.

So wundert es nicht, dass der "moderne" Tandoor seinen Siegeszug in Großbritannien begann, zumal die britische Insel eine große Bürgergemeinde indischen, pakistanischen und kashmirischen Ursprungs besitzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg breiteten sich Restaurants mit "indischen" Gerichten  und damit auch der Tandoor  auf der Insel aus. Bis heute hat sich in Großbritannien eine regelrechte indische Restaurantindustrie herausgebildet. Gewerblich genutzte Tandoor-Öfen sind denn auch nicht mehr einzeln und einfachst handgefertigt sondern werden industriell hergestellt und bestehen aus zementierten Backsteinwänden, größere Einheiten auch aus Eisen. Viele Gastronomen entsprechender Ethno-Food- Restaurants setzen den Tandoor nach wie vor nur zum Brotbacken ein, während Andere die ganze Vielseitigkeit des Geräts auch für die Zubereitung leckerer Tandoori-Fleisch- oder - fischgerichte nutzen.

Die Firma Haase bietet in seinem brandaktuellen "Bolly® "-Programm sowohl den Ofen selbst mit allem benötigten Zubehör wie auch die Rohstoffe und Gewürze mit den entsprechenden Menü- und Snackvorschlägen für die trendige indische Küche. Gastronomen können darüber hinaus den Umgang mit dem Tandoor-Ofen in Kurzlehrgänge in Rosbach bei Frankfurt/Main erlernen.